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(von engl. to reduce = verringern)

 

Verringerung von Verpackungsmüll

In der Welt der perfekten Zero-Waste-Blogger, die sich der Bewegung in Perfektion verschrieben haben, vergisst man schnell die Umsetzbarkeit mancher Sachen in seinen eigenen Alltag. Gerade hier liegt das Problem – Influencer leben ein perfektes Leben vor und man selbst scheitert bei der Nachahmung. Zero-Waste muss aber nicht in der extremsten Form gelebt werden!

 

Perfektes Beispiel: Man sitzt motiviert vor dem Laptop, sucht sich ein DIY-Rezept für Waschmittel heraus, das komplett ohne Müll auskommt. Nun klappt es aber einfach nicht, man verzweifelt und rennt zum nächsten Drogeriemarkt um weiterhin das billige Waschmittel in der Plastikverpackung zu kaufen.

 

Die deutlich realistischere Lösung wäre ein Waschmittel in einer Großpackung zu kaufen – die meisten Bioläden oder größeren Supermärkte bieten 5- oder 10-Kilo-Packungen an. Große Verpackungen reduzieren Müll, am besten wäre natürlich, wenn das Waschmittel auch noch in der Papierverpackung gekauft werden würde.

 

Vor allem, wenn man gerade erst in das Zero-Waste-Universum eintritt, fühlt man sich schnell überfordert. Die Müllverringerung ist aber ein einfacher Punkt, bei dem man mit kleinen Änderungen im Alltag viel erreichen kann.

Aber die Müllverringerung bietet sich auch in einem anderen wichtigen Punkt an. Manche Sachen lassen sich sich nicht (oder nur sehr umständlich) ohne Verpackung kaufen. Das kann für den einen Zahnpasta, aber vielleicht auch für den anderen die glutenfreien Nudeln sein. In diesen Fällen ist Müll unvermeidbar, man kann aber durchaus darauf achten, die Müllmenge möglichst gering zu halten.

 

Im Folgenden sind ein paar kleine, aber feine Änderungen zu finden, die auch ihr in euren Alltag integrieren könnt:

 

  • Achtet beim Einkauf von Produkten stets auf das Verpackungsmaterial! Am besten recycelt werden kann Papier – Plastikverpackungen hingegen solltet ihr vermeiden.

  • Nicht nur verpackungstechnisch, sondern auch preislich lohnt sich oft der Kauf von Produkten in großen Mengen. Gesamt betrachtet produzieren diese weniger Müll als kleine Einzelpackungen. Gerade Mehl kann nur schwer verpackungsfrei gekauft werden, da es offen leicht verderblich ist – hier lohnt sich der Kauf in 5-Kilo-Papiersäcken.

  • Versucht möglichst Produkte zu kaufen, die nicht einzeln verpackt sind. Bestes Beispiel sind Gummibärchen, die oft kleine Einzelpackungen enthalten.

  • Wer trotz der sehr guten Qualität des deutschen Leitungswassers nicht auf Sprudelwasser verzichten möchte, sollte dies wie auch alle anderen Getränke in Mehrweg-Glasflaschen kaufen. Auch die Anschaffung eines Sprudelgerätes für Wasser (z. B. sodastream) kann überlegt werden.

 

 

Verringerung von Lebensmittelmüll

Allein in Deutschland wandern jährlich 18,4 Millionen Tonnen Lebensmittel in den Müll. Schätzungsweise werden 40 % davon von den Verbrauchern weggeschmissen. Zahlenmäßig bedeutet das, dass in Deutschlands Haushalten 5 bis 10 Millionen Tonnen Lebensmittel in den Müll wandern. In einfachen Worten: Der Verbraucher hat einen sehr großen Einfluss auf die Menge von Lebensmittelmüll.

 

Die Lebensmittelverschwendung ist auf einfache Gründe zurückzuführen: eine falsche (oder gar keine) Planung des Einkaufs, dem Einkauf zu großer Mengen und die falsche Lagerung daheim.

 

Kleine Änderungen haben eine großen Einfluss auf die Menge an Lebensmittelmüll, die im Haushalt anfallen:

 

  • Beim Einkauf darauf achten, dass keine zu große Menge des Produktes gekauft wird! Gerade in kleineren Wohnungen könne Lebensmittel nicht in kühlen Räumen, dem Keller oder in einer Gefriertruhe gelagert werden.

  • Auf die lebensmittelgerechte Lagerung achten: Während Gemüse wie Kartoffel, Kohl oder Kürbis nicht zwingend extrem kühl gelagert werden muss, ist Vorsicht bei frischen Produkten wie Karotten, Paprika oder Gurken geboten. Wer sich in das Thema einlesen möchte, findet hier ein paar nützliche Basis-Infos.

  • Eine große Hilfe ist es, den Einkauf vorher genau zu planen – das verringert das Risiko für Impuls- oder unnötige Schnäppchenkäufe.

 

Vor allem in Großstädten tun sich auch allerlei Portale (wie z. B. foodsharing.de) auf, die Nutzern die Möglichkeit bieten, Lebensmittel auf den Portal anderen Nutzern anzubieten, wenn diese nicht mehr benötigt werden. Wem das zu kompliziert ist und aber trotzdem vor dem Urlaub noch den Kühlschrank voll hat – einfach mal die Nachbarn oder Bekannte fragen!

 

 

Quellen:

http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/wwf-studie-millionen-tonnen-lebensmittel-landen-im-muell-a-1039485.html

https://www.daserste.de/information/ratgeber-service/haushaltscheck/27102014-haushalts-check-lebensmittel-richtig-lagern-100.html

Reduce Waste

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